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Aktuelles

CDU NRW aktuell: Investitionen in die Hochschulen

Manfred Kuhmichel Der Landtag von Nordrhein-Westfalen beschäftigte sich jetzt mit dem neuen Hochschulkonzept der Landesregierung. Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart sprach im Landtag zum Thema „Die Hochschullandschaft in Nordrhein-Westfalen bis 2020 zukunftsfest machen: Studienplätze schaffen, Fachhochschulen stärken, Gebäude modernisieren".


>> Schwerpunkt Fachhochschulen

Anlass dieser Initiative ist die Zunahme von Studierenden. In den nächsten Jahren werden rund 160.000 junge Menschen zusätzlich an den Hochschulen erwartet. Eine besondere Herausforderung stellt dabei der doppelte Abiturjahrgang durch die verkürzte Gymnasialzeit im Jahr 2013 dar. Deswegen stellt die Landesregierung jetzt die Weichen, um die Hochschullandschaft in Nordrhein- Westfalen zukunftsfest zu machen. Dabei stehen insbesondere die Fachhochschulen im Mittelpunkt. Um dem Fachkräftemangel in nordrhein-westfälischen Unternehmen zu begegnen, will die Landesregierung einen Schwerpunkt auf ingenieurwissenschaftliche Studiengänge legen. Dazu sollen, wie vom CDULandesvorsitzenden Ministerpräsident Jürgen Rüttgers bereits im Mai 2007 angekündigt, drei neue Fachhochschulen gegründet werden.


>> 10.000 neue Studienplätze

Insbesondere soll das Angebot der existierenden Fachhochschulen in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik ausgebaut werden. So werden in Nordrhein-Westfalen 10.000 neue Studienplätze geschaffen. Darüber hinaus wird es an einer neuen Fachhochschule für Gesundheitsberufe weitere 1.000 Studienplätze geben. Insbesondere um die neu zu gründenden Standorte hat ein intensiver Wettbewerb begonnen. In die Entscheidung soll auch die regionale Entwicklung mit Blick auf den Strukturwandel einbezogen werden.


>> Für den Wohlstand von Morgen

Zu Beginn der Landtagssitzung stellte Innovationsminister Andreas Pinkwart die Grundsätze der nordrhein- westfälischen Hochschulpolitik vor. Von zentraler Bedeutung sei dabei, dass die Hochschulen jedem jungen Menschen, der studieren möchte, eine qualitativ hochwertige Ausbildung anbieten können. Die jungen Menschen in Nordrhein- Westfalen seien eine der wichtigsten Ressourcen für dieses Land. So betonte Pinkwart: „Ihre Kreativität, ihre Talente, ihr Potential gilt es gezielt zu fördern, damit sie für Wohlstand und Arbeitsplätze von morgen zur Verfügung stehen." Darüber hinaus unterstrich Pinkwart, dass der Ausbau der Fachhochschullandschaft nicht mit einer Mittelkürzung bei den bestehenden Hochschulen einhergeht. Vielmehr stellt das Finanzministerium weitere Mittel in Höhe von 160 Millionen Euro jährlich zur Verfügung.


>> Glückwunsch an die Uni Bochum

Für die CDU-Fraktion ergriffen im Landtag der stellvertretende Vorsitzende Manfred Kuhmichel sowie der hochschulpolitische Sprecher Michael Brinkmeier das Wort. Kuhmichel begann seinen Beitrag mit einem herzlichen Glückwunsch an die Ruhr-Universität in Bochum: Die Universität erhält vom Land 20 Millionen Euro zusätzlich, um den erfolgreich eingeschlagenen Weg zur Elite-Hochschule fortsetzen zu können. Vor dem Hintergrund der neuen Rahmenbedingungen können die Universitäten endlich von ihren Stärken profitieren. Die erfolgreiche Hochschulpolitik der Landesregierung und damit die guten Nachrichten aus dem Regierungslager sorgten für schlechte Zeiten für die Opposition, betonte Kuhmichel. Denn die neuen Rahmenbedingungen, die die Landesregierung für die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen geschaffen hat, treffen im ganzen Land auf große Zustimmung. Insbesondere gebe es eine große Zustimmung der Lehrenden und Lernenden. Eine Abschaffung der Studienbeiträge, wie die SPD sie fordert, nehme die neuen Gestaltungsmöglichkeiten wieder zurück.


>> Studienbeiträge wirken

Kuhmichel verwies auf einen aktuellen Fall, der die positiven Auswirkungen der Studienbeiträge und der weitgehend freien Verwendung durch die Universitäten darstellt: Wie die Universität Bonn mitteilte, entsteht auf dem Gelände des Universitätsklinikums Bonn auf dem Bonner Venusberg derzeit ein modernes Seminargebäude für die medizinische Hochschulausbildung. Das Besondere daran: Das Bauvorhaben wird zu 100 Prozent aus Studienbeiträgen finanziert. Diese Entscheidung fiel in enger Abstimmung und mit ausdrücklicher Zustimmung der Studierenden. Für solche Baukosten dürfen die Universitäten maximal 10 Prozent der Einkünfte aus den Studienbeiträgen verwenden. An dieser Stelle zeigt sich erneut: Die Einführung der Studienbeiträge war ein wichtiger, richtiger und guter Schritt, der die Qualität von Forschung und Lehre stärkt. Die Studierenden investieren mit ihren Beiträgen in ihre Zukunft, denn eine qualitativ gute Ausbildung ist die Grundlage für erfolgreiches Berufsleben.


>> „MINT-Fächer " stärken

Kuhmichel betonte, dass alle Maßnahmen in drei langfristige hochschulpolitische Ziele eingebettet seien: Erstens müsse die Qualität der Lehre weiter verbessert werden, um möglichst vielen jungen Menschen einen erfolgreichen Hochschulabschluss zu ermöglichen. Zweitens müssten die so genannten MINT-Fächer - diese Abkürzung steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik - ausgebaut werden, insbesondere um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Darüber hinaus sollte drittens der an nordrhein-westfälischen Fachhochschulen zur Verfügung stehende Anteil von Studienplätzen deutlich gesteigert werden. In diesem Zusammenhang sei es wichtig, dass die Mittel, mit denen dieses Konzept finanziert wird, zusätzlich von der Landesregierung zur Verfügung gestellt werden. Der Ausbau der Fachhochschullandschaft in NRW geht damit nicht zu Lasten der bestehenden Hochschulen.


>> Innovative Konzepte

Michael Brinkmeier unterstrich in seinem Redebeitrag insbesondere den positiven Aspekt des Wettbewerbs um ie neuen Standorte der Fachhochschulen. Dabei würden insbesondere Kooperationen gefördert und das Nachdenken über innovative Konzepte angeregt. Die Hochschulen in Nordrhein-Westfalen seien vor allen Dingen durch die Anstrengungen der Landesregierung für neue Studienplätze, zur Stärkung der Fachhochschulen und für die Modernisierung der Bausubstanz, bestens auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet.

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